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Marienkäfer auf Grashalm

Unser Beitrag zum Umweltschutz

Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Lebensmittelsektor

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ ist in aller Munde - spätestens seit die Klimaaktivistin Greta Thunberg ihn publik gemacht und die Bewegung „Fridays for Future“ angestoßen hat. Dass der Klimawandel stattfindet und Klimaschutz wichtig ist, wissen wir wohl alle. Eine nachhaltige Lebens- und Ernährungsweise lautet hier die Zauberformel, mit der die allmähliche Zerstörung unseres Planten aufgehalten werden soll. Wissenschaftler drängen deshalb auf feste Ziele und effiziente Maßnahmen, um den Klimawandel mit all seinen Konsequenzen einzudämmen. Nachhaltigkeit bedeutet so zu leben und zu konsumieren, dass die Bedürfnisse heutiger und zukünftiger Generationen befriedigt werden können ohne die Belastbarkeitsgrenzen unserer Erde zu überschreiten und ihr langfristig zu schaden. 

Baum in Atmosphäre

Tatsächlich richtet bereits ein großer Teil der Bevölkerung sein Leben klimaneutraler aus, sei es durch den Verzicht auf Fleisch und andere tierische Lebensmittel, die Reduktion von Plastik oder die korrekte Mülltrennung. Grund dafür ist nicht zuletzt ein Imagewechsel, denn Nachhaltigkeit geht schon lange nicht mehr nur mit Verzicht und schlechtem Gewissen einher. Nachhaltigkeit appelliert an das Bewusstsein und die Selbstwirksamkeit jedes Einzelnen. Sie ist kein abstraktes Ziel, sondern enthält zukunftsfähige Vorstellungen für unseren Alltag, die unser Leben und Handeln in einzelnen Bereichen mehr oder weniger verändern. Wir alle können bereits wesentliche Bausteine umsetzen und wenn wir uns nur einmal aus der persönlichen „Komfortzone“ heraus getraut haben, fällt die Umsetzung gar nicht mehr so schwer. 

Da das Thema Nachhaltigkeit auch uns sehr am Herzen liegt, haben wir Ihnen in diesem Blogbeitrag ein paar Informationen zusammengestellt, um Sie für das Thema zu sensibilisieren und Sie auf dem Weg in ein klimaneutraleres Leben zu begleiten.

Fakten zum Thema Nachhaltigkeit:

  • Nachhaltiger Konsum sichert die Bedürfnisbefriedigung heutiger und zukünftiger Generationen unter Einhaltung der Belastbarkeitsgrenzen unserer Erde.
  • Die aktuelle Nutzung natürlicher Ressourcen übersteigt bereits jetzt die Grenzen der Erde in vielen Bereichen.
  • Etwa ⅔ der Deutschen sind der Meinung, dass die Umwelt nur langfristig geschützt werden kann, wenn jeder Mensch ressourcenschonend konsumiert.
  • In Deutschland beträgt der Treibhausgasausstoß pro Kopf etwa 11 Tonnen CO2e. Das ist doppelt so viel wie der weltweite Durchschnitt.

Konsum, Ernährung und Umwelt: Zentrale Handlungsfelder

Nachhaltigkeit geht weit über den Umweltschutz hinaus und umfasst viele weitere Handlungsfelder, die sowohl die Gesellschaft als auch jedes Individuum selbst betreffen. Übergreifende Handlungsansätze umfassen unter anderem Bildung, Verbraucherinformation, Konsum, Ernährung, Haushalt und Wohnen sowie Bekleidung und Mobilität. Treibhausgas-Emissionen entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das gilt für Produkte wie für Dienstleistungen gleichermaßen.

Kuchendiagramm

Unser Ernährungsverhalten hat einen maßgeblichen Einfluss auf ökologische, ökonomische und soziale Bilanzen. Sie werden bestimmt durch Art, Umfang und Preis der eingekauften Lebensmittel, durch Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden, Ressourcen- und Flächenverbräuche, Transporte, die Art der Verpackungen, die Zubereitung und nicht zuletzt durch die Menge der Lebensmittelabfälle. Alle Faktoren berücksichtigt ergeben den sogenannten Product Carbon Footprint (PCF). Er „bezeichnet die Menge der Treibhausgasemissionen entlang des gesamten Lebenszyklus eines Produkts in einer definierten Anwendung und bezogen auf eine definierte Nutzeinheit“ (BMU, UBA, Öko-Institut e. V., 2009). Darüber hinaus sind der Verlust an Biodiversität und die Belastung von Gewässern, Böden und der Luft weitere kritische Aspekte, die berücksichtigt werden müssen. Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es in diesem Zusammenhang?

Zentrale Stellschrauben

Für eine nachhaltige und gesundheitsfördernde Ernährung sollte die gesamte Wertschöpfungskette von der Primärerzeugung bis hin zu den Endverbrauchern berücksichtigt und mit einbezogen werden.

Wichtige Stellschrauben sind zum Beispiel:

Mehrweg Kaffeebecher

  • Die Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutz- und Düngemitteln
  • Die Verringerung von Lebensmittelverlusten und -abfällen
  • Tierwohlfördernde Haltungsformen in der Nutztierhaltung
  • Die Wahl der Lebensmittel: Pflanzliche, ökologisch erzeugte und regionale Produkte beeinträchtigen die Umwelt deutlich weniger als Lebensmittel tierischer Herkunft
  • Der Gebrauch von Mehrweg- statt Einwegverpackungen
  • Ordnungsgemäßes Entsorgen, Wiederverwerten und Recyceln von Abfällen

Umweltfreundliche Verpackungen

Verpackungen unterschiedlichster Art gehören zu unserem Alltag dazu. Sie sind nützlich und teilweise notwendig, weisen jedoch auch einige Schattenseiten auf. So fielen allein im Jahr 2016 etwa 18,2 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an. Was kann jeder von uns nun tun, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu vermindern?

Die Bundesregierung hat im Jahr 1991 die Verpackungsverordnung erlassen. Auf EU-Ebene gibt es seit 1994 die Verpackungsrichtlinie, woran die Verpackungsverordnung im Jahr 1998 angepasst wurde. Schließlich trat am 01. Januar 2019 das Verpackungsgesetz in Kraft. Es verfolgt die drei wichtigen Ziele,

  • die Auswirkungen von Verpackungsmüll auf die Umwelt zu verringern und gänzlich zu vermeiden.
  • das Verhalten der Verpflichteten so zu regeln, dass Verpackungsabfälle vorrangig vermieden und darüber hinaus wiederverwertet oder recycelt werden.
  • einen fairen und transparenten Wettbewerb zu ermöglichen.

Papierverpackung

Zur Erreichen dieses Ziels kann jeder von uns beitragen. Unser Beitrag ist die Umstellung unserer lebensmittelechten Verpackungen von Kunststoff auf Glas. Wir als Hersteller sind im Verpackungsregister LUCID der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) registriert. Das ZSVR entscheidet unter anderem darüber, welche Verpackungen systembeteiligungspflichtig sind, und wird beaufsichtigt durch das Umweltbundesamt (UBA). Durch die Verwendung von systembeteiligungspflichtigen Glasbehältern, nehmen wir unsere Verantwortung wahr und stellen sicher, dass unsere Verpackungen recycling gerecht sind und die Umwelt möglichst wenig belasten. Viele bestehende Produkte bieten wir bereits im einem Glas statt einer Plastikverpackung an. Neuentwicklungen, wie beispielsweise unser CartivoPro 250, bieten wir direkt in einem Glas an oder stellen auf spezielle Papierstandbeutel um bei Produkten, bei denen es Sinn macht. Das ist zum Beispiel bei unserer BIO Spirulina der Fall.

Glas bietet den großen Vorteil, dass es beliebig oft eingeschmolzen und weiterverarbeitet werden kann. Zudem schmilzt es bei niedrigeren Temperaturen als die zur Glas-Neuherstellung erforderlichen Rohstoffe und verringert somit den Energiebedarf. Mit der (Wieder-)Verwendung von Glas können also gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: CO2-Emissionen im Zuge des Schmelzprozesses werden reduziert, Deponierraum für Abfälle wird geschont und durch die Einsparung von wertvollen Rohstoffen wie Quarzsand, Soda und Kalk werden weitere Umweltbelastungen vermieden.

Besondere Anforderungen an Lebensmittelverpackungen

Warum ist der Einsatz von umweltfreundlichen Verpackungen im Lebensmittelbereich überhaupt so schwierig?

Verpackungen, die für Lebensmittel (auch Nahrungsergänzungen) bestimmt sind, müssen verschiedene Funktionen erfüllen. Sie sollen sicherstellen, dass das Lebensmittel vor Umwelteinflüssen geschützt wird und sicher beim Verbraucher ankommt. Zum einen werden Schadstoffe und schädliche Mikroorganismen ferngehalten und der Inhalt vor dem Verderb bewahrt. Zum anderen wird der Verlust von wertgebenden Inhaltsstoffen eingedämmt. Außerdem muss das Verpackungsmaterial für den Verbraucher sicher sein und darf keine schädlichen Substanzen an das Lebensmittel abgeben oder zu geschmacklichen oder geruchlichen Veränderungen führen („lebensmittelecht“). Verpackungen besitzen zudem eine wichtige Lager- und Transportfunktion und sind Träger von Informationen für die Verbraucher.

Deshalb unterliegt der Einsatz und die Herstellung sogenannter Lebensmittelbedarfsgegenstände, also alle Gegenstände und Materialien, die mit Lebensmitteln und Lebensmittelzutaten während der Herstellung und Verarbeitung in Kontakt kommen, strengen rechtlichen Rahmenbedingungen einer guten Herstellungspraxis. Diese sind national im Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch sowie in der Bedarfsgegenständeverordnung verankert. 

Da es also nicht immer möglich oder sinnvoll ist, gänzlich auf eine Verpackung zu verzichten, ist es umso wichtiger, dass diese ordnungsgemäß entsorgt werden, damit sie erneut verwendet oder zumindest hochwertig recycelt werden können. Wichtig bei der Entsorgung von Glas: Deckel und Verschlüsse entfernen sowie nach Farben trennen. Je sortenreiner die Glasfarben sind, desto mehr Altglas kann für die Neuproduktion verwendet werden. Alternativ können sich viele Gläser, nachdem sie von Etiketten befreit und gespült wurden, im Haushalt weiter verwenden. Sie lassen sich zum Beispiel dekorativ als Blumenvase in Szene setzen oder zur Aufbewahrung von Kleinzeug, Gewürzen und Krimskrams nutzen.

Gut sortiert ist halb recycelt - Tipps zur richtigen Mülltrennung

Recyclingsymbol

Recycling beginnt bereits in den eigenen vier Wänden. In unserem Müll warten Millionen Tonnen unterschiedlicher Materialien nur darauf, recycelt und für die Herstellung neuer Produkt verwendet zu werden. Angesichts der Tatsache, dass die natürlichen Ressourcen unserer Erde begrenzt sind, ist Recycling unverzichtbar, um den Verbrauch von Holz, Erdöl und anderen Rohstoffen sowie den CO2-Ausstoß weiter zu reduzieren. Damit das jedoch funktioniert, müssen die Materialien sorgfältig und sauber getrennt werden. Was muss also wie entsorgt werden?

Gelbe Tonne / gelber Sack / Wertstofftonne
Das gehört rein: Das gehört nicht rein:
  • Kunststoff
  • Weißblech
  • Aluminium
  • Materialmixe, Verbundverpackungen
  • Papier und Pappe (Papiertonne
  • Glas (Glascontainer
  • Elektrogeräte, CDs und DVDs (Recyclinghof)
  • Lebensmittelreste (Biomüll)
Beispiele:
Getränkekartons, Folien, Konservendosen, Tuben, Plastiktüten, Tiefkühlverpackungen
Papiertonne
Das gehört rein: Das gehört nicht rein:
  • Papier, Pappe und Karton
  • Hochglanzzeitschriften und Zeitungen
  • Saubere Pizzakartons
  • Kassenzettel aus Thermopapier (Restmüll)
  • Fotos (Restmüll)
  • Verschmutzte Papiere (Restmüll)
  • Beschichtete Papiere (Restmüll)
  • Käse- und Wurstpapier (Gelbe Tonne)
Glascontainer
Das gehört rein: Das gehört nicht rein:
  • Getränkeglasflaschen (ohne Verschluss)
  • Konservengläser (ohne Deckel)
  • Behälterglas
  • Medizin- und Parfümflaschen
  • Keramik und Porzellan (Restmüll)
  • Spiegel (Restmüll)
  • Temperaturbeständiges Glas (Restmüll)
  • Glühbirnen (Restmüll)
Biotonne
Das gehört rein: Das gehört nicht rein:
  • Pflanzenreste, Gartenabfälle
  • Schalen und Abfälle von Obst und Gemüse
  • Kaffeesatz, Filter und Teebeutel
  • Asche und Zigarettenkippen (Restmüll)
  • Sand (Restmüll)
  • Asche (Restmüll)
  • Tierkot (Restmüll)
  • Plastik (Gelber Sack)
Abhängig von der Kommune:
Essensreste, Fisch- und Fischreste, Knochen
Restmülltonne
Das gehört rein: Das gehört nicht rein:
  • Zigarettenkippen
  • Gummi und Kaugummi
  • Damenhygieneartikel
  • Windeln und Feuchttücher
  • Schmutzige Putzlappen
  • Glühbirnen (keine LED- und Energiesparlampe)
  • Elektrogeräte und Handys (Recyclinghof)
  • Energiesparlampen und LED-Leuchten (Recyclinghof, zurück in den Handel)
  • Batterien (Recyclinghof)
  • Kaputte Möbel (Sperrmüll)
  • Farben und Lacke (Sondermüll)

Nachhaltigkeit betrifft uns alle

Es liegt an uns, Veränderungen voranzutreiben. Jeder kann im Kleinen bereits etwas bewirken und einen wertvollen Beitrag zum großen Ganzen leisten. Mit dem Klimarechner der Umweltstiftung WWF können Sie Ihren persönlichen CO2-Fußabdruck berechnen und erhalten hilfreiche Tipps, was Sie verbessern können, um diesen zu reduzieren. Nehmen Sie für kurze Strecken doch mal das Fahrrad statt das Auto, bringen Sie zum Einkaufen Ihre eigene Einkaufstasche mit oder etablieren Sie einen „vegetarischen Tag“ pro Woche, an dem Sie auf Fisch, Fleisch und Wurstwaren verzichten. Schauen Sie gerne auch hier vorbei, um sich inspirieren zu lassen, wie Sie durch Ihre Ernährung zum Umweltschutz beitragen können.

Ein schöner Spruch besagt: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. 

Quellen:

  • Umweltbundesamt (2014): Klimaneutral leben. Verbraucher starten durch beim Klimaschutz. http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/klimaneutral-leben. Zugriff: 16.01.2020.
  • Grießhammer R et al. (2010): CO2-Einsparpotenziale für Verbraucher. Öko-Institut e. V. (Hg.).
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) (2019): Produktbezogene Klimaschutzstrategien: Produkt Carbon Footprint verstehen, anwenden und nutzen. https://www.bmu.de/. Zugriff: 16.01.2020.
  • Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die hochwertige Verwertung von Verpackungen (Verpackungsgesetz - VerpackG). Ausfertigungsdatum: 05.07.2017. In Kraft getreten: 01.01.2019. Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Bundesamt für Justiz (Hg.): www.gesetze-im-internet.de. Zugriff: 20.01.2020.
  • Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) (2014): Müll trennen - aber richtig! Praktische Tipps zur Abfalltrennung. https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/. Zugriff: 20.01.2020.
  • Der Grüne Punkt (2020): Glasrecycling ist einfach und effektiv. https://www.gruener-punkt.de. Zugriff: 20.01.2020.
  • Lebensmittelverband Deutschland (2020): Verpackung. https://www.lebensmittelverband.de/de/lebensmittel/verpackung. Zugriff: 24.01.2020.

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