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Probiotika: Das müssen Sie über die Bakterienkulturen wissen

Der Darm oder insbesondere seine bakteriellen Bewohner stehen bereits seit einiger Zeit im Mittelpunkt zahlreicher Forschungen. Immer mehr Studienergebnisse verdeutlichen, wie wichtig ein ausgeglichenes Mikrobiom ist und welchen Einfluss es auf unsere Gesundheit hat. Im Zuge dessen steigt auch das Interesse daran, wie die Bakteriengemeinschaft gezielt gefördert und positiv beeinflusst werden kann. Hierbei spielen Bakterienkulturen, gemeinhin als Probiotika bezeichnet, eine große Rolle. Was diese Bakterien ausmacht, wie sie sich von Präbiotika unterscheiden und in welchen Lebensmitteln sie vorkommen, haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Lebende Mikroorganismen für das Gleichgewicht im Mikrobiom

Probiotika sind Zubereitungen, die lebende Mikroorganismen, wie beispielsweise Hefen oder Milchsäurebakterien, enthalten. Übersetzt bedeutet probiotisch so viel wie „für das Leben“. Allerdings hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (kurz EFSA) einen gesundheitsfördernden Effekt der Bakterien bisher nicht bestätigt. Deswegen ist die Verwendung von gesundheitsbezogenen Wirkaussagen in der Produktwerbung nicht erlaubt. Hierzu gehört auch die Bezeichnung als „Probiotika“. An ihrer Stelle wird nun der Begriff „Lebensmittel mit speziellen Bakerienkulturen“ verwendet.

Die damit gemeinten Bakterien sind zum Teil von Natur aus in Lebensmitteln enthalten, können aber auch gezielt zugesetzt oder isoliert in Form von Nahrungsergänzungsmitteln verzehrt werden.

Welche Probiotika gibt es?

Lebensmittel und Nahrungsergänzungen enthalten häufig verschiedene Stämme von Laktobazillen, Bifidobakterien oder Enterokokken, die auch als Bestandteile in einer intakten Darmflora zu finden sind. Hierzu gehören beispielsweise Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus casei oder Bifidibakterium longum. Entsprechende Produkte tragen für gewöhnlich prägnante Hinweise über die Art und Menge der enthaltenen Bakterien. Darüber hinaus gehende, gesundheitsbezogene Wirkversprechen sind, wie bereits erwähnt, nicht erlaubt.

Eine Ausnahme stellen die beiden Milchsäurebakterienstämme Lactobacillus delbrueckii subsp. bulgaricus und Streptococcus thermophilus dar. Als lebende Kulturen in Joghurt oder Sauermilch dürfen sie mit der Aussage beworben werden, dass sie bei Personen, die Probleme mit der Verstoffwechselung von Laktose haben, die Lactoseverdauung fördern. Voraussetzung für die Verwendung dieses Claims ist eine Bakterienkonzentration von mindestens 108 kolonienbildenden Einheiten pro Gramm.

Welche Darmbakterien kommen im menschlichen Körper vor?

Jeder Mensch beherbergt im Darm eine individuelle Zusammensetzung von Bakterien, die so einzigartig ist, wie sein Fingerabdruck. Sie wird durch verschiedene Faktoren, wie das Alter, die Hygiene, die Umweltbedingungen, Stress und natürlich die Ernährung, beeinflusst.

Zu den typischen Bakterien, die in einer physiologischen Darmflora zu finden sind, gehören:

  • Lactobazillen wie Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus casei, Lactobacillus plantarum oder Lactobacillus reuteri
  • Bifidobakterien wie Bifidobacterium adolescentis, Bifidobacterium breve, Bifidobacterium longum oder Bifidobacterium infantis
  • Enterococcen wie Enterococcus faecium
  • oder auch Kolibakterien wie e.Coli

Die Konzentration ist dabei abhängig vom Darmabschnitt: während im Dünndarm nur wenige Bakterien zu finden sind, ist der Dickdarm sehr dicht besiedelt. In beiden Abschnitten finden sich allerdings nicht nur die erwünschten „guten“ Bakterien, sondern immer auch unerwünschte Vertreter,  die potenziell entzündliche Prozesse oder Infektionen auslösen können. Solange jedoch das Verhältnis der beiden Parteien stimmt und die „guten“ Bakterien überwiegen, ist das völlig unproblematisch und kein Grund zur Besorgnis. Erst wenn ein Ungleichgewicht entsteht und krankmachende Keime die Überhand gewinnen, können gesundheitliche Probleme entstehen.

Welche Aufgaben haben Darmbakterien im menschlichen Körper?

Die Darmbakterien helfen bei der Verarbeitung von Nahrungsbestandteilen, sie verhindern, dass sich Krankheitserreger ausbreiten können und unterstützen als Bestandteil der Darmbarriere das Immunsystem. Außerdem bauen sie präbiotische Ballaststoffe zu kurzkettigen Fettsäuren ab und sorgen so für die Gesunderhaltung der Darmschleimhaut.

Präbiotika und Probiotika unterscheiden können

Präbiotika sind im Gegensatz zu Probiotika keine Mikroorganismen, sondern unverdauliche Lebensmittelbestandteile, die von den Darmbakterien verstoffwechselt werden. Wo sie zu finden sind und warum sie in keiner ausgewogenen Ernährung fehlen dürfen, haben wir in einem eigenen Artikel für Sie zusammengefasst.

In welchen Lebensmitteln kommen Probiotika vor?

Milchsäurebakterien sind von Natur aus in fermentierten oder milchsauer vergorenen Lebensmitteln enthalten. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Joghurt
  • Käse
  • Kefir
  • Sauerkraut
  • saure Gurken
  • Kimchi
  • Tempeh
  • Miso
  • Apfelessig

Wichtig zu wissen ist, dass beispielsweise nur frisches Sauerkraut lebende Mikroorganismen enthält. In pasteurisiertem Sauerkraut aus der Dose oder dem Glas wurden diese durch das Erhitzen zerstört. Bei Joghurt gilt ebenfalls, je frischer das Produkt, desto höher der Anteil an Milchsäurebakterien.

Neben diesen natürlichen Lieferanten gibt es zahlreiche angereicherte Lebensmittel, auch bekannt als funktionelle Lebensmittel, sowie Nahrungsergänzungsmittel mit speziell ausgewählten und dosierten Mikroorganismen.

Probiotika als wertvoller Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung

Probiotische Bakterien können sowohl als natürliche Bestandteile über unsere Lebensmittel aufgenommen werden, als auch gezielt über speziell angereicherte Produkte, die in den letzten Jahren zunehmend beliebter geworden sind. Zahlreiche Studien beschäftigen sich mit ihren Effekten auf den menschlichen Stoffwechsel und lassen ihr großes Potenzial erahnen.

Gleichzeitig sind noch viele Fragen zur Wirkungsweise offen. Deswegen sollten bestimmte Personengruppen auf den Verzehr verzichten. Hierzu gehören Menschen mit einer Immunschwäche, einer geschwächten Darmbarriere oder einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Auch während einer „Magen-Darm-Grippe“ sollten isolierte Bakterien sicherheitshalber nicht eingenommen werden.

Möchten Sie Probiotika ergänzen, dürfen in Ihrer Ernährung präbiotische Ballaststoffe nicht fehlen. Inulin, Resistente Stärke oder Pektin fungieren als Futter für die Bakterien und sorgen dafür, dass es ihnen an nichts fehlt und sie sich rundum wohlfühlen.

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