Informationen zum Brexit Europa Flagge mit fehlendem Stern

Brexit – Quo vadis?

Wir haben in den letzten Wochen vermehrt Anfragen von englischen und in England lebenden, deutschen Kunden erhalten, welche Auswirkungen der Brexit auf den Versand von unseren Nahrungsergänzungen nach Großbritannien haben kann. Wie bereits durch die Medien bekannt ist, wird das Vereinigte Königreich voraussichtlich schon zum 30. März 2019 die EU verlassen, falls es zu keiner Aufschiebung kommt. Dieser Schritt wird zu weiteren Zollformalitäten führen.

Was würde bei einem harten Brexit passieren?

Ein „harter Brexit“ bedeutet den kompletten, ungeordneten Ausstieg aus der Zollunion und dem EU-Binnenmarkt. Dies wird dazu führen, dass für Waren, die von Deutschland aus in das Vereinigte Königreich eingeführt werden, gewisse Zollformalitäten anfallen werden. Generell ist dann davon auszugehen, dass ein Warenexport nach Großbritannien behandelt werden wird wie bei einem Drittstaaten-Land, also Staaten, die nicht zum europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gehören.

Derzeit gibt es noch keine gesicherten Informationen über eine mögliche Zoll-Freigrenze, Zölle, Strafzölle oder gar Einfuhrbeschränkungen. Die beiden letzten „Instrumente“ werden gerne eingesetzt, um die einheimische Industrie beziehungsweise Warenproduktion zu fördern. Strafzölle und Einfuhrbeschränkungen sind jedoch unwahrscheinlich, da dann zumeist eine Gegenreaktion auf englische Importwaren folgen würde, was dann sogar zu einem Handelskrieg eskalieren könnte, der dann für keine der beiden Seiten (Vereinigtes Königreich und EU) von Vorteil wäre.

Wie versendet BioProphyl in Drittstaaten?

Warensendungen in das Nicht-EU Ausland werden bei uns generell ohne MwSt. fakturiert. In dem Einfuhrland fällt in der Regel ab einer gewissen Zoll-Freigrenze (bitte beim örtlichen Zoll erfragen) eine Einfuhrsteuer an. Den Warenwert und -inhalt entnimmt der Zoll der auf der am Paket angebrachten Zollerklärung. Es ist auch zu beachten, dass die Versandkosten dem Warenwert hinzugefügt werden könnten (siehe beispielsweise auch die Berechnung von Importen aus Drittländern nach Deutschland: https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle/Zollbefreiungen/Aussertarifliche-Zollbefreiung/Sendungen-mit-geringem-Wert/sendungen-mit-geringem-wert_node.html).

Derzeit kann man nur spekulieren, wie das Prozedere bei einem Export nach Großbritannien aussehen wird.

Brexit Chaos führt zu längeren Lieferzeiten

Nach dem Brexit werden sich höchstwahrscheinlich die Lieferzeiten verlängern. Im Schnitt mussten unsere englischen Kunden bei Sendungen mit DHL ca. 2 Werktage warten. Gerade in der Übergangszeit dürfe es aufgrund von Personalproblemen und unklaren Richtlinien zu längeren Lieferzeiten führen. Wir bitten hier unsere Kunden um Verständnis!

Fazit

Generell wäre ein „weicher Brexit“, bei dem beispielsweise das Vereinigte Königreich im Europäischen Wirtschaftsraum verbleibt oder eine Freihandelszone eingeführt wird, für unsere dort ansässigen Kunden günstiger. Hierdurch würden deutlich weniger Formalitäten und Kosten anfallen, was natürlich unseren Kunden zugute kommt.

Egal wie der Brexit auch enden mag, arbeiten wir an einer Lösung, damit auch unsere englischen Freunde weiterhin hochwertige Nahrungsergänzungen von BioProphyl direkt von uns beziehen können. Bis dahin bitten wir sie um Geduld.


Ingo Devooght
(techn. Geschäftsführer)

Quellen: