Bärlauch-Saison Bärlauch wächst auf feuchten Böden im Halbschatten.

Bärlauch sammeln oder auf der Fensterbank ziehen und frisch genießen

Endlich ist wieder Bärlauch-Saison! Das nach Knoblauch duftende, scharf schmeckende Wildgemüse wächst bis Mitte Mai auf feuchten Böden im Halbschatten, wie zum Beispiel in Bachtälern. Die würzige Pflanze ist äußerst beliebt, da sie anders als Knoblauch keinen unangenehmen Geruch und Geschmack im Mund hinterlässt. Jetzt im Frühling finden Sie in den Supermärkten viele Produkte mit Bärlauch und auf den Wochenmärkten werden Ihnen frische Blätter als Bund angeboten. Auch bei einem Spaziergang durch den Laubwald können Sie die etwa 20 Zentimeter hohen Pflanzen entdecken. Doch Achtung, es besteht unter anderem Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchen. Und der Tipp, im Zweifel die Blätter zu zerreiben, um über den unverkennbaren Duft festzustellen, ob es sich um Bärlauch handelt, ist nur bedingt praxistauglich. Denn nach dem ersten Zerreiben haftet der Knoblauchgeruch an Ihren Händen, sodass eine weitere Probe verfälscht werden kann. Wer sich daher nicht zutraut, das Frühlingsgemüse selber in der Natur zu suchen und für den Eigenbedarf zu ernten, der kann Bärlauch ganz einfach zu Hause auf der Fensterbank ziehen. In unserem BioProphyl®Blog erklären wir Ihnen, warum sich dies nicht nur geschmacklich lohnt.

Bärlauch verfeinert als Öl das ganze Jahr über Ihre Gerichte

Obwohl alle Bestandteile des Bärlauchs genießbar sind, werden meist nur die Blätter verarbeitet. Frisch schmecken diese natürlich am besten und halten sich ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Vor allem zum Verfeinern von Gerichten oder Salaten wird das Wildgemüse eingesetzt und eignet sich zudem hervorragend als Brotaufstrich mit Quark oder Butter. Sollten Sie den frischen Bärlauch nicht komplett aufbrauchen, können Sie diesen kleingehakt einfrieren. Da durch das Einfrieren jedoch ein Teil der Aromen verloren geht, empfehlen wir Ihnen, aus den übrig gebliebenen Resten ein Bärlauchöl zum Würzen herzustellen. Schneiden Sie die Blätter nach dem Waschen und Trocknen klein und geben Sie sie zusammen mit einem hochwertigen, kaltgepressten Öl in ein Schraubglas. Achten Sie darauf, dass der Bärlauch komplett mit Öl bedeckt ist. Dieses nimmt bereits nach wenigen Tagen den charakteristischen Bärlauch-Geschmack an. Je nachdem, wie intensiv das Aroma sein soll, seihen Sie den Bärlauch über ein Sieb oder mit einem Kaffeefilter nach zwei bis drei Wochen ab. Lagern Sie das fertige Öl bis zu einem Jahr im Kühlschrank und genießen Sie den typischen Geschmack noch lange, nachdem die Saison vorbei ist. Eine pikante und einfache Variante des Grundrezepts: Fügen Sie einfach eine Chilischote hinzu. Das Bärlauchöl eignet sich wunderbar, um zum Beispiel Pasta-Gerichte zu veredeln oder Fleisch zu marinieren.

Bärlauch wird seit der Antike als Heilpflanze eingesetzt

Durch die Herstellung des Öls konservieren Sie nicht nur den Geschmack, sondern auch viele Vitalstoffe. Frischer Bärlauch ist nämlich reich an Mineralstoffen und Vitaminen, wie beispielsweise Magnesium, Eisen oder Vitamin C. Das leckere Gemüse besitzt also vielerlei Qualitäten, die heutzutage ein wenig in Vergessenheit geraten sind. Denn schon in der Antike wurde der „Waldknoblauch“ als Heilpflanze verwendet. So ist der Gehalt vieler Vitalstoffe im Bärlauch noch höher als im Knoblauch. Diese sollen unter anderem den Stoffwechsel anregen und das Vitamin C schützt als Antioxidans vor freien Radikalen. Das Besondere der Pflanze ist jedoch die schwefelhaltige Aminosäure Alliin, die beim Zerkleinern der Blätter durch ein Enzym in Allicin umgewandelt wird. Letzteres ist zum einen verantwortlich für den typischen Knoblauchduft und besitzt zum anderen eine antibakterielle Wirkung, die unsere Gesundheit und unser Immunsystem vielseitig unterstützt. Aktuelle Studien lassen vermuten, dass Bärlauch einen günstigen Einfluss auf die Gefäße besitzt. Also genießen Sie den Frühling mit dem gesunden Wildgemüse und probieren Sie neue Rezepte aus. Sollten Sie noch Fragen zu den Vitalstoffen haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme, unsere Ernährungswissenschaftler und Experten beraten Sie gerne.

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