Auf dem Prüfstand: Glyphosat

Glyphosat – Das Unkrautvernichtungsmittel auf dem Prüfstand

Kurz und knapp: Was ist Glyphosat?

  • Glyphosat ist das in Deutschland am häufigsten zum Einsatz kommende Unkrautvernichtungsmittel. Auf ca. 40 % der deutschen Ackerflächen wird es verwendet.
  • Glyphosat lässt sich im menschlichen Urin nachweisen; die Konzentration liegt laut Bundesinstitute für Risikobewertung jedoch weit unterhalb eines gesundheitlich bedenklichen Bereichs.
  • Monsanto brachte das Pflanzengift 1974 unter dem Namen Roundup auf den Markt, heute wird es von zahlreichen Unternehmen in verschiedenen Varianten produziert und vertrieben.
  • Art und Zusammensetzung sind Geschäftsgeheimnis von Monsanto und anderen Herstellern und wurden bisher nicht veröffentlicht.

Verwendung des Pflanzengifts in Deutschland

Vor allem in der Landwirtschaft wird Glyphosat als billiges nicht-selektives Herbizid (Pflanzenvernichter) eingesetzt. Dabei wird entweder der Acker kurz vor der Aussaat unkrautfrei gespritzt oder das Gift kurz vor der Ernte ausgebracht, um den Reifungsprozess zu beschleunigen. Darüber hinaus kommt es aber auch im Obstanbau, (illegalerweise) in Privatgärten, beim Anbau von Weihnachtsbäumen, sogar auf industriell genutzten Flächen und Bahngleisen zum Einsatz. In Deutschland sind 105 glyphosathaltige Mittel zugelassen, davon 51 auch für Haus- und Kleingärten.

Vorschaubild: Kerstin Brachtendorf zu Besuch bei BioProphyl

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Aufnahme des Glyphosats in den Körper

Über genaue Aufnahmemengen von Glyphosat in den Körper liegen nur wenig Informationen vor. Das Pflanzengift reichert sich überwiegend in den Samen der Pflanzen an, wie beispielsweise Getreide, Mais und Soja. Folglich wird es zu einem großen Teil über die Nahrung aufgenommen. Die EU-Grenzwerte für Rückstände in Soja sind mit 20 mg/kg extrem hoch angesetzt, für andere für den Verzehr bestimmte Lebensmittel sind sie hingegen deutlich niedriger. Des Weiteren ist es in Böden, Luft, Oberflächen- und Grundwasser nachweisbar.

Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt

Genaue Daten zur Verteilung und Verstoffwechselung von Glyphosat im menschlichen Körper liegen leider nicht vor. Die internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte 2015 den Stoff als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ein. In diesem Zusammenhang wird auch betont, dass es Hinweise auf die begünstigte Entstehung von oxidativem Stress durch den Kontakt mit Glyphosat gibt. Herstellerunternehmen und das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) unterstützen allerdings weiterhin die Aussage, dass der Wirkstoff sicher und gesundheitlich unbedenklich sei. Dies wird damit begründet, dass eine Aufnahme von Lebensmitteln, deren Glyphosatkonzentrationen im Bereich der geltenden Rückstandshöchstgehalte liegen, lediglich zu einer täglichen Belastung führe, die weit unterhalb der bedenklichen Grenzwerte liege.
Auch die Auswirkungen auf Flora und Fauna sind groß. Durch den Pestizideinsatz wachsen weniger Wildpflanzen auf und neben den Ackerflächen mit der Folge, dass nützlichen Insekten und Tieren ein wichtiger Lebensraum genommen wird und die biologische Vielfalt abnimmt. Eine aktuelle Studien aus dem Jahr 2018 legt nahe, dass Glyphosat eine der Ursachen für das weltweite Bienensterben sein könnte. Zudem beeinträchtigt Glyphosat das Gleichgewicht zwischen Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen im Boden und fördert das Wachstum von Schadpilzen.

Mit BIO auf Nummer sicher gehen

Beim Anbau von BIO-Produkten gibt es strenge Richtlinien und der Einsatz von Pestiziden ist gänzlich verboten. Wenn Sie also sicher gehen möchten, dass Ihre Lebensmittel nicht mit Pflanzenschutzmitteln belastet sind, achten Sie bei der Produktauswahl auf Bio-Qualität oder auf vorhandene Zertifikate. Damit leisten Sie nicht nur einen Beitrag zu Ihrer Gesundheit, sondern auch zum Umweltschutz.
Ihre BioPropyhl Familie
Quellen:


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